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F. N.

Gedenken anlässlich der Pogromnacht 1938

Zur gestrigen Gedenkstunde zur Pogromnacht und des Holocaust versammelten sich rund 60 Menschen vor der Tafel des ehemaligen jüdischen Betsaals in der Pauritzer Straße in Altenburg. Dr. Birgit Klaubert (MdL), Ute Lukasch (MdL) sowie weitere Mitglieder der LINKEN und anderer Parteien legten Blumen nieder. Neben dem Vertreter des Kommunalpolitischen Rings, Andre Neumann, sprachen Oberbürgermeister Michael Wolf sowie der ehrenamtliche Beigeordnete des Landkreises Sven Schrade zu den Versammelten.

Der 9. November 1938 stellt den Beginn der Pogrome gegen Jüdinnen und Juden und den Auftakt zur größten Barbarei in der deutschen Geschichte dar. Auch in Altenburg fanden an diesem Tag Pogrome statt.

Dass es in Altenburg eine bedeutende Tradition jüdischen Lebens gab, lässt sich nun auch in einer Publikation des Mitorganisators der Gedenkveranstaltung, Christian Repkewitz nachlesen. In seinem Buch "Verblasste Spuren - Lebens- und Leidenswege jüdischer Einwohner der Stadt Altenburg von 1869 bis 1945" stellt er anhand von Lebensbildern jüdischer Familien und Einzelpersonen wesentliche Fakten jüdischen Lebens in Altenburg dar. Um diese Schicksale nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, dient auch die traditionelle Gedenkstunde am 9. November.
Gerade in Zeiten, in denen wieder verstärkt antisemitische und rassistische Töne nicht nur an Stammtischen, sondern auch in politischen Parteien um sich greifen, gilt es zu widersprechen und sich an jedem Ort für Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit einzusetzen.
Demokratie fällt nicht vom Himmel oder wie der ehemalige Präsident des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski, sagte:

„Demokratie kann man keiner Gesellschaft aufzwingen, sie ist auch kein Geschenk, das man ein für allemal in Besitz nehmen kann. Sie muss täglich erkämpft und verteidigt werden.“


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Martin Schirdewan
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