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Abberufung des 1. Beigeordneten René Vogel gescheitert

Am Dienstag, den 22. November, stand die Abberufung des 1. Beigeordneten im Gemeinderat Mehna auf der Tagesordnung. Den Antrag brachte der Bürgermeister der Gemeinde, Jens Stallmann, ein. Eine Begründung dafür gab es im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung nicht. In einer vorausgehenden nicht öffentlichen Sitzung wurde dies vom Bürgermeister mit nicht nachvollziehbaren Gründen angeführt.

Jedem, der sich in einer Gemeinde ehrenamtlich engagiert, gehört Respekt gezollt. Als Kreisvorsitzende bin ich froh, dass die Abberufung nicht zustande gekommen ist. Es wäre ein schlechtes Zeichen für Demokratie, einen Beigeordneten, der demokratisch im Gemeinderat gewählt wurde, einfach "abzusägen", weil einem seine Nase nicht passt oder er einer anderen Fraktion angehört.

Ehrenamtliches Engagement als Beigeordneter bedeutet zusätzliche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, viel Zeit und das für nicht viel Geld. Gemeindevertreter werden gewählt und kein Bürgermeister sollte hier agieren können wie bei "Wünsch dir was". Die verschiedenen Fraktionen sind ein Spiegelbild der Wählerinnen und Wähler und handeln im Interesse dieser. Vielleicht ist es für den Bürgermeister Stallmann ungewohnt, dass nicht nur seine Interessen vertreten werden. Demokratie ist ohne Zweifel anstrengend, zwingt aber alle zum Nachdenken und zu gemeinsamen Handeln. Lösungen und Kompromisse zu suchen, kann aber auch Spaß machen.

 

Ute Lukasch

Kreisvorsitzende

DIE LINKE. Altenburger Land

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