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Es geht um: Cannabis

Das von der Bundesregierung verfolgte Ziel einer drogenfreien Gesellschaft liegt in weiter Ferne. Trotzdem betreibt sie konsequente Realitätsverweigerung. Unbelehrbar setzt sie auf die Politik der Repression, um gegen Konsumierende vorzugehen. Dabei schafft sie mehr Probleme, als sie löst: Durch die Kriminalisierung der Drogenkonsumierenden ist eine Überprüfung auf Streckmittel unmöglich, durch den Handel auf dem Drogenschwarzmarkt profitieren kriminelle Netzwerke und die Strafverfolgung bindet die Ressourcen der Polizei, die anderorts dringend benötigt werden. Die Konsequenzen dieser fehlgeleiteten Politik kennt Frank Tempel aus seiner Zeit als Thüringer Kriminaloberkommissar im Bereich der Drogenbekämpfung.

 

Seit 2009 sitzt er für DIE LINKE im Deutschen Bundestag und fordert als drogenpolitischer Sprecher ein radikales Umdenken: Er fordert den Ausbau der Präventionsangebote und die Entkriminalisierung der Konsumierenden, um Drogenmissbrauch vorzubeugen und Abhängigen zu helfen. In seinem Vortrag wird er die Folgen der auf Repression setzenden Drogenpolitik näher skizzieren und die Alternativen der LINKEN benennen. Im Zentrum soll hierbei die Entkriminalisierung von Cannabis- Konsumierenden stehen, welche DIE LINKE mit der Einführung von sogenannten Cannabis-Clubs anstrebt. Hierfür wird Frank Tempel die Erfahrungen aus anderen europäischen Staaten wie Portugal oder Spanien miteinbeziehen.

 

Mittwoch, 3. Juni 2015, 16 Uhr

im Peanuts-Greiz,

Bahnhofstraße 5, 07973 Greiz

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