Gedenken an die Novemberprogrome am 09.November 2025

Andreas Huhn, Co-Vorsitzender Die Linke Altenburger Land

Am 9. November 2025 jährt sich zum 87. Mal die Reichspogromnacht von 1938 – ein Tag, an dem in Deutschland und Österreich tausende Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen von Nationalsozialisten zerstört wurden. Jüdinnen und Juden wurden ermordet, tausende inhaftiert und misshandelt. Die sogenannte „Kristallnacht“ markierte den Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens in Europa.

Auch an Altenburg ging dieser Zivilisationsbruch nicht spurlos vorbei. 21 Männer wurden in dieser Nacht in Altenburg verhaftet, geschlagen und gedemütigt. Der jüdische Betsaal in der Pauritzer Straße verwüstet.

Heute, Jahrzehnte später, ist das Gedenken wichtiger denn je. In einer Zeit, in der Antisemitismus und Hass erneut laut werden, mahnt uns der 9. November, nicht zu schweigen. Gedenkveranstaltungen erinnern nicht nur an die Opfer sondern rufen uns viel mehr dazu auf, Verantwortung für unsere demokratische Gesellschaft zu übernehmen.

In diesem Sinne nahmen Mitglieder der Kreistags- und Stadtratsfraktion Die Linke sowie weitere Mitglieder des Kreisverbandes Die Linke Altenburger Land und der Linksjugend Solid an der Gedenkveranstaltung in der St. Bartholomäkirche teil. Anschließend erfolgte in der Pauritzer Straße die Kranzniederlegung in Gedenken der Opfer des 9. November 1938. Erinnerung ist keine Pflichtübung – sie ist ein Akt der Menschlichkeit. Wer sich erinnert, widersetzt sich dem Vergessen. Und wer das Gedenken lebendig hält, schützt die Zukunft vor dem Wiederholen der Vergangenheit.

#Niewieder!